Artist Statement

Mir wurde mal gesagt, dass jeder Künstler eine Frage an die Welt hat. – Ich habe viele Fragen.

Warum alles so akzeptieren wie es ist?
Warum nicht die Welt hinterfragen?
Warum nicht einfach alles auf den Kopf stellen?

Mein Ansatz besteht im Befragen und Analysieren von Geschehnissen und Dingen, die ich nicht als gegeben hinnehmen möchte. Das Erforschen neuer Sichtweisen motiviert mich Kunst zu betreiben. Die künstlerischen Perspektiven beschäftigen mich in ihrer Mannigfaltigkeit. Wie kann ich Kunst erschaffen in einer Welt voller gesellschaftlicher, kultureller und politischer Fragen und Gegebenheiten? Vielmehr werfe ich einen eigenen Blick auf Alltägliches.

Auf der einen Seite steht die Auseinandersetzung mit mir selbst, das reflektierende Denken und die Selbstinszenierung.
Kommen nicht Fragen nach dem psychischen und physischen Gegebenheit auf?
Diese reflektiere ich in meinen eigenwilligen Selbstportraits, die nahezu groteske, wie auch fabelartige Züge tragen können.
Auf der anderen Seite steht die Beschäftigung mit meiner Umwelt und den damit verbundenen Zusammenhängen im Weltgeschehen. Dabei habe ich viele dokumentarische Ansätze bei meiner Reise durch Israel/Palästina entwickelt und diese filmisch und fotografisch umgesetzt.

Somit suche ich verstärkt nach dem Balanceakt von Innerlichkeiten und äußerer Welt. Mich fasziniert wie wir zu dem Mensch gemacht werden, der wir sind. Das Individium steht dabei genauso im Vordergrund, wie das soziale Milieu, und die Erfahrungen, die wir auf unserem ganz persönlichen Weg machen. Jedes Einzelschicksal hat dabei seine Besonderheiten, die facettenreicher nicht sein können, je genauer man hinsieht. Das was uns einzigartig macht sind die Geschichten, die wir aus unserem Leben erzählen können, die unerwarteten Wendungen zwischen Schicksal und Zufall.